Entstehung - kontemplation-in-aktion.de

Entstehung

Die Initiative „Kontemplation in Aktion“ wurde 2009 durch Martina Klenk, P. Joachim Hartmann SJ, Sr. Johanna Schulenburg CJ und Elisabeth Huber ins Leben gerufen. Unsere Idee war es, mit dieser Homepage einen Start- und Ausgangspunkt für die Vernetzung von Menschen, die den „Grieser Weg“ gehen, zu schaffen. Wir wollten persönliche Kontakte sowie die Entstehung und Verbreitung von Gruppen fördern und Informationen über Angebote und kontemplative Exerzitien geben. Am Anfang gab es nur wenige Gruppen und Angebote, die hier zu finden waren. Wir haben darauf vertraut, dass sich die Initiative aus dem Gebet und der kontemplativen Ausrichtung einerseits und durch Anfragen und Bedürfnisse von außen andererseits Schritt für Schritt entwickeln wird.

Zu uns selbst möchten wir sagen: Wir sind katholische Christen, die seit längerem auf dem kontemplativen Weg sind. Für uns bedeutet katholisch sein:  Weite des Denkens, Tiefe des Fühlens, Wertschätzung der persönlichen Freiheit, Offenheit für Ökumene und interreligiösen Dialog, Feierlichkeit in den Ritualen mit der Eucharistie als Zentrum, Dienst für die Menschen, Zugehörigkeit zu einer internationalen, weltumspannenden Gemeinschaft. Diese Offenheit und Weite soll Kennzeichen dieser Initiative sein. Ebenso ist der Mut, zu einer konkreten christlichen Kirche zu stehen und dort Gemeinschaft zu leben und den Glauben zu feiern für uns eine wichtige Dimension des kontemplativen Weges.

Unsere Berufung liegt in der Weitergabe des kontemplativen Gebetes. "Contemplativus in actione" war ein Leitmotiv der ersten Jesuiten um Ignatius von Loyola. Es kennzeichnet die ignatianische Spiritualität.  Aus dieser Spiritualität lebte und wirkte auch Maria Ward, die Begründerin der Congregatio Jesu. Beten zu lehren, Exerzitien zu geben und Menschen spirituell zu begleiten, war schon immer ein geschätzter Weg, um "den Seelen zu helfen" und sie zur kontemplativen  Lebenshaltung des "Gott suchen und finden in allen Dingen" (Ignatius von Loyola) hinzuführen.  Eine kontemplative Lebensausrichtung führt zu authentischem Leben in Übereinstimmung mit dem, was uns je einzeln ausmacht: "Zeige dich wie du bist und sei wie du dich zeigst" (Maria Ward). In dieser spirituellen Tradition stehen wir.

Nach und nach haben sich in den vergangenen Jahren Christen verschiedener Konfession, mit ganz individuellen Glaubenswegen und unterschiedlichem  Lebens- und Berufshintergrund angeschlossen. Alle gemeinsam bilden und tragen wir nun die Initiative „Kontemplation in Aktion“. Die Erfahrung zeigt, dass der  „Grieser Weg“ eine Spiritualität anbietet, die ein Ferment für die spirituellen Traditionen der verschiedensten Ordensgemeinschaften und anderen christlichen Gemeinschaften sein kann, indem es deren kontemplativen Kern wieder sichtbar und erfahrbar macht. Indem die Beziehung zu Jesus Christus als die gemeinsame Mitte aufleuchtet, verbindet dieser Weg Christen miteinander.