Kontemplation in Aktion

Christen auf dem Weg des Jesusgebetes

Kontemplativ Leben im Alltag

"Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch. Und das Leben des Menschen ist die Schau Gottes“, sagt Irenäus von Lyon. Gottes Gegenwart mehr wahrzunehmen, bewirkt Lebendigkeit und neuen Kontakt zu unseren Lebensquellen. Der geistliche Weg, den wir in unseren Angeboten vermitteln, wurzelt besonders in der biblischen Tradition der Verehrung des Gottesnamens „Ich bin, der ich bin“, „Ich bin da“ (Ex 3,14) und des Namens Jesu Christi. Jesus selbst ist der lebendige Mensch, der in der Gottesgegenwart lebt. Er will der Schlussstein sein, von dem die Strebungen unserer Lebensarchitektur gehalten werden und in den sie münden (Eph 2,20-22). Es gibt innerhalb der christlichen Tradition verschiedene Gebetsweisen. Die beste ist die, die Ihnen am meisten entspricht und in eine lebendige Beziehung zu Jesus führt. Die Gebetsweise, auf die wir mit dieser Homepage hinweisen, ist geformt vom Jesusgebet in der Weise wie sie von P.Franz Jalics SJ vermittelt wird. Dieser Weg ermutigt zu jährlichen Exerzitien und zu treuer Gebetspraxis im Alltag. Hier einige Hinweise für den Weg im Alltag.


Hinweise für den Alltag

Ruhe und Aktivität

Ruhe und Aktivität sollen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Bei der Gestaltung des Alltags können folgende Prioritäten helfen:

1. Der Schlaf
Nur ein ausgeschlafener Mensch kann in der Meditation hellwach sein und seine Aufgaben im Alltag erfüllen. Wenn Sie also schauen, wie die Meditation in Ihren Tagesablauf passt, streichen Sie nicht den nötigen Schlaf dafür, sondern überlegen Sie, welche unnützen Tätigkeiten oder ungute Gewohnheiten wegfallen können. Pflegen Sie eine gute Abendkultur.

2. Der Körper
Geben Sie Ihrem Körper Bewegung und achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Teresa von Avila sagt: „Sei gut zu Deinem Leib, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“.

3. Das Gebet
Ein ausgeschlafener und gesunder Körper kann besser beten. Deshalb steht das Gebet erst an 3. Stelle. Morgens ist für viele die beste Zeit für das Gebet. Die Pflichten nehmen einen noch nicht in Beschlag und der Tag bekommt gleich eine geistliche Ausrichtung.

4. Die Mitmenschen
Die Zeiten für Familie, Freunde etc. müssen nicht lang sein. Schenken Sie den Mitmenschen jedoch dabei ihre volle Aufmerksamkeit. Schenken Sie zweckfreie Zeit. Seien Sie absichtslos da und präsent.

5. Die Arbeit
Auf Grund der Arbeit sollten die anderen Prioritäten nicht vernachlässigt werden. Das heißt zum Beispiel, dass Sie nicht Ihre Gebetszeit kürzen wegen der Arbeit. Seien Sie bei der Arbeit immer ganz bei der Sache.